Ich fahr Rad

Ein Sch… Jahr – das muss ja besser werden…

GPS-am_Rad (1 von 1)Also: ich hatte schon bessere Sportjahre. Fast nur die Hälfte an Sport-Kilometern ist die eine Sache. Aber auch das, was meine Sportuhr so an verbrauchter Energie aufgezeichnet hat war eine Katastrophe. Und von den Sportstunden her fehlen rund 100 Stunden. Und jetzt? Jetzt bin ich dicker, klüger und will 2015 wieder alles besser machen. Nein, das ist kein Artikel über die guten Vorsätze im neuen Jahr, sondern wird eine kleine Serie über den Versuch des „Zurückkommens“ in den halbwegs alten Fitness-Level. Und – eh klar – bei mir ist da Elektronik involviert. Schließlich war ein Teil des Problems meine WLan-Waage…

Trainings_AZ

Seit 2002 zeichne ich Sportdaten auf…

Seit 2002 zeichne ich meine Sportdaten auf. Kein Witz- ich hatte es schon immer mit der Elektronik – auch beim Radfahren. Nicht umsonst heißt mein anderer Blog Digisaurier 😉 Da berichte ich zum Beispiel auch darüber, warum eine WLan Waage bei mir daran Schuld sein kann, dass ich dick geworden bin. Naja – dicker halt.

Die gute Nachricht: es war schon mal schlimmer…

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Zum Glück schlechte Fotoqualität: aber nein, es ist nicht der Pulli der vorne so aufträgt…

Ich fang mal mit der guten Geschichte an: ich war schon mal dicker, ich hab schon mal weniger Sport gemacht – um genau zu sein keinen. Kurz: ich hab schon mal ungesünder gelebt. Aber anhand meiner Daten kann ich klar sagen: 2014 war ein ganz besch…eidenes Sportjahr.

Nachdem ich 2002 den Weg – mit überschaubaren aber für mich unglaublichen 700 Jahres-Kilometern – zum radeln zurück gefunden hatte und nach einer mehrjährigen Eingewöhnungs-Phase bin ich 6 Jahre lang kontinuierlich zwischen 6.000 und 7.000 Kilometer pro Jahr Rad gefahren, gewandert und (in den letzten Jahren) lang gelaufen. Und – wenn ich musste – auch einfach so gelaufen im Sinne von joggen. Das laufen – muss ich ehrlicherweise sagen – mach ich nicht gerne. Aber in der Not nutzt der Radler auch die Füße…

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Kurze tolle Trips wie mit Martin nach Mallorca – aber ansonsten wenig Strecke…

Aber 2014 kam ich auf nicht mal 4.000 km. Nun bin ich kein Kilometerfetischist und habe Radfreunde (gell, Hermann) die machen auch locker mehr als 10.000 Kilometer im Jahr. Deren Leistung freut mich ohne dass ich neidisch bin. Mein Punkt war immer: Ich muss mich wohl fühlen, dass war und ist die Devise seid ich wieder mit Sport anfing. Und damals so um das Jahr 2000 herum war ich bei fast 100 Kilo…

Die Kontrolle verloren…

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Heute schaffe ich es nicht – ein gefährlicher Satz des Jahres 2014 zum Thema tägliche Radrunden

Was 2014 passiert ist, war ein schleichender Prozess. Es ging schon Ende 2013 los. Eine Erkältung jagte die anderen. Beruflich war viel, viel Streß und wenig Zeit. Und plötzlich war der Satz wieder da: „Heute schaffe ich es nicht…“ Gemeint war die tägliche Radrunde, wenn ich daheim bin. Eine Stunde, die so um die 25 Kilometer „aufs Konto“ bringt. Wie gesagt: es geht mir nicht um die Kilometer. Wandern und Langlauf machen mir auch sehr viel Spaß, sind gut für die Kondition. Also: alles super. Bringt halt nur nicht die Kilometer. Macht aber nix.

„Ich brauche zur Motivation offenbar die Zahlen, Daten und Fakten – ein Kind der IT Welt halt…“

Aber genau dafür hat man ja die anderen Werte, die so eine Sportuhr aufzeichnet. Verbrauchte Energie, Sportstunden usw. Und eben auch meine WLan Waage. Jeden Tag drauf, dann gucken wo der Trend hingeht, so hab ich damals mehr als 20 Kilo verloren – in Kombination mit Ernährung und Sport.

Erfrischend gekauft...

Das Eis war nicht das Problem – das auswerten der Daten und danach verhalten war das Problem…

Im April  2014 war irgendwas mit dem WLan Zugang. Die Waage war Offline. Aber auch dafür das wieder einzurichten hatte ich irgendwie keine  Zeit. Ich stieg also jeden Tagauf die Waage, die sendete ins nichts – und mir fehlte im Nachhinein betrachtet offenbar die grafische Kontrolle. Nennt es doof – aber es scheint wirklich so zu sein bei mir. Und mit dem elektronischen Sporttagebuch der Polaruhr war es offenbar das gleiche: die Uhr hab ich ausgelesen. Die hat auch brav aufgezeichnet. Aber immer mal nachgeguckt habe ich nicht. Und ohne bewußtes auswerten und nachgucken (was ich in normalen Jahren mindestens einmal im Monat mache) nutzt alles wiegen, messen, aufzeichnen nix. Zumindest bei mir. Kurz gesagt: ich habe die Kontrolle bzw. den Kompass verloren. Und das wird 2015 wieder anders…

Die Lehren aus dem Sportjahr 2014

Kurze Rast im Pustertal

2014 – es moppelt wieder….

Ob ich das hinkriege, weiß ich noch nicht. Aber es gibt ein paar klare Dinge die ich 2015 wieder besser machen will: zum einen müssen die 6 bis 7 Kilo wieder weg, die da aufgetaucht sind. Also habe ich den WLan Zugang der Waage neu gelegt (dauerte eine halbe Stunde, bis ich wieder wusste wie das geht) und jetzt funkt sie wieder.

„Waage hat wieder WLan, aufs Essen wird wieder geachtet, die Sportuhr wieder ausgewertet und: Mallorca mit Martin ist gebucht…“

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Im Januar 2015 ging es wieder los: Schneeshuh-Wandern

Aber das ist natürlich nur ein Teil. Es versteht sich von selbst, dass ich meine Auswertungen wieder einmal im Monat bewusst mache. Es geht nicht um neue Rekorde, sondern um das wieder reinkommen. Da ich – seid der extremen Erkältungsphase 2013 und Anfang 2014 – andauernd Sorge habe mich zu verkühlen, wenn ich im Winter auf dem Rad bin, habe ich für diesen Winter die sportlichen Rad-Aktivitäten auf Indoor verlegt. Ergometer ist angesagt. Dazu Crosstrainer und Rudergerät als Ausgleich. Im Gegensatz zu letztem Jahr wo ich sagte: „Ach das Wetter ist nicht gut genug…“ Was stimmte, aber fatal war…

Indoor? Outdoor? Egal – Hauptsache was machen

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Kleine Sprünge kann ich schon wieder…

Outdoor: Langlaufen und Schneeschuh-Wandern. Da kühlt man nicht so schnell aus, wie auf dem Rad und ich kann das tun, was ich am liebsten mache: draußen Sport. Auch im Winter. Achso: Schnee schaufeln nicht vergessen. Gleich morgens rund 30 bis 60 Minuten. Das bringt keine Kilometer. Aber verbraucht Kalorien… 😉 Und hebt die Ausdauer…

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Essen während Touren ist wichtig. Aber das Verhältnis muss stimmen.

Und wieder aufs Essen achten: nicht jeder gefahrene Kilometer ist sofort ein Argument für einen Energieriegel oder ein kräftiges Essen. Denn man kann gar nicht soviel Sport machen, wie man essen kann 😉

Maenner_mit_StirnbaendernUnd im April ist Mallorca gebucht: mit Martin geht es wieder in eine Art Trainingslager für „Nicht-Profis“. Heißt: Fahren solange es Spaß macht und damit weiter Kondition aufbauen. Und dann hoffe ich, dass sich 2015 auch mal wieder eine längere Radtour für ein paar Tage ausgeht.

„Hauptsache alles an Bewegung macht wieder Spaß – egal wie viele Kilometer dabei rauskommen. Das ist mein Motto 2015“

Fazit: Das wichtigste ist, ich muss mich wieder wohl fühlen. Wenn ich Ende 2015 das schaffe zu sagen, was Sport, Gewicht und Freude an der Bewegung betrifft, dann war es ein gutes Sportjahr. Egal wie viele Kilometer dahinter stehen. In diesem Sinne: ich-fahr-rad… Und ihr hoffentlich auch…

PS: Damit kein falscher Eindruck entsteht. Das ist kein „Ich verpflichte mich öffentlich Text“ damit ich was tue. Seid Anfang Januar läuft das Programm. Und erste Erfolge stellen sich ein… Ansonsten: to be continued…

 

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