Ich fahr Rad

Höhenmeter, Google Maps und Tourenplanung

Höhenmeter in Google Anzeigen lassen

Auf den ersten Blick praktisch: die Höhenmeter eine Fahrradtour in Google Maps anzeigen lassen.

Unter der Überschrift Radfahrer: Google Maps zeigt Höhenmeter an fand ein Kollege einen ganz spannenden Blogeintrag, den ich euch nicht vorenthalten wollte. Gerade wenn man Touren plant kommt es ja nun wirklich nicht nur auf die Entfernung an, die man berücksichtigen muss, sondern mindestens genauso stark auf die Höhenmeter, die zwischen Start und Ziel liegen.

Saalfelden

Nach fast 10 Stunden endlich angekommen – von St. Johann über die Almen nach Saalfelden – ein Erlebnis 2013…

Tourenbuch Höhenmeter

Höhenmeter können soooo gemein sein…

Wer meine kleine Almentour im letzten Jahr verfolgt hat, wird sich erinnern, wie sehr man sich da verschätzen kann, wenn man nicht richtig darauf achtet. Statt drei oder vier Stunden brauchte ich damals fast 10 Stunden! Darum fand ich die Information, dass Google-Maps das anbietet ganz hilfreich. Ihr vielleicht auch… Aber es gibt ein paar Dinge zu beachten.

Touren planen mit Google?

Innviertel Radtour

Routen planen ist gar nicht so schwer – mit Technik wie GPS & Co mache ich es mir leichter

Im Grunde sind die Schritte einfach: GoogleMaps aufrufen, Start und Ziel eingeben, das Profil auf Fahrrad einstellen und dann kann man sich auch schon die Höhenmeter anzeigen lassen. Aber natürlich zeigt Google Maps nicht zwangsweise die Strecke an, die ihr wirklich auch gerne fahren wollt. Und wenn man dann auch nur ein wenig von der Route abweicht – zum Beispiel um von einer großen Straße wegzukommen – kann ganz schnell ein Berg oder Hügel dazwischen sein, der es in sich hat. Beim probieren habe ich auch festgestellt, dass die Google-Routen (auch wenn man sich ja eine Fahrradroute anzeigen lässt) schnell mal an den großen Straßen entlang gehen. Und das ist ja nicht immer unbedingt im Sinne des Erfinders. Zwar kann man sich auch Radwege einblenden lassen – aber im bayrischen Voralpengebiet sind das aktuell nur Fragmente. Also auch kein guter Anhaltspunkt. Und sie werden im Moment offenbar zwar angezeigt aber nicht berücksichtigt.

Alternativen: GPSies & Co…

GPS Garmin Navigation Rad

Mit einem GPS am Rad geht es oft deutlich leichter – bei Planung und auch bei der Tour

Selbst wenn man kein GPS System am Rad hat – wie ich das immer habe – kann es hilfreich sein auf Plattformen wie GPSies oder ähnliche zu gehen. Denn dort kann man sich Routen auf Karten anzeigen lassen und auch Höhenprofile sehen. Wer dann mit GPS radelt hat es leicht: Route herunterladen, auf das GPS Gerät und einfach nachradeln. Das ist für mich immer wieder ein toller Weg, neue Strecken zu entdecken.

GPSies

Tourenplanung mit GPSies

Ihr müsst nur darauf achten, was der „Vorfahrer“ für ein Radlertyp ist. Rennrad-Leute neigen natürlich zu geteerten und damit oft auch größeren Straßen, Tourenradler nutzen meist die klassischen (aber oft auch schottrigen) Radwege. Mountaibiker können euch auch schon mal in den Wald schicken. Also: die Route vorher genau anschauen. Nicht einfach nur drauf verlassen und dann vor Ort nachradeln. Da habe ich manchmal schon schlechte Erfahrungen gemacht

Routenplanung mit Software?

Garmin Basecamp

Mit Basecamp kann man Routen planen oder heruntergeladene Routen kontrollieren

Wer Programme hat wie MapSource oder Garmin-Basecamp nutzt (kriegt man zum Beispiel bei Garmin-Outdoor-Navigationsgeräten dazu oder man kann die Software bei Garmin kostenlos herunterladen) kann sich die Strecken auch aus verschiedenen Angeboten in GPSies & Co sozusagen zusammenstellen und hat auch da meist ein komplettes Höhenprofil dabei. Allerdings: auch wenn das Programm kostenlos ist – ihr braucht digitale Karten im Hintergrund. Die kann man kaufen, es gibt aber auch für viele Gebiete kostenlose Karten. Ein Quelle die ich zum Beispiel auch für Mallorca genutzt habe ist die hier: Freizeitkarte-OSM.de Damit habe ich bisher gute Erfahrungen gemacht. Übrigens: ich habe trotzdem immer eine klassische Übersichtskarte bei Touren dabei, Zum schnellen Orientieren ist das immer noch angenehm. Oft reichen da aber auch die kostenlosen Karten aus dem Tourismusbüro.

Also: moderne Technik macht da einiges möglich. Bei meiner nächsten Tour zeig ich euch dann mal, wie ich das so mache, wenn ich plane und dann per GPS losradle… Wenn ich dazu komme, das aufzuschreiben, bevor ich auf dem Rad sitze 😉

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